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Glühwein – Schlummertrunk oder Störgeist?

Topf mit Glühwein und Orangenscheiben

Der Countdown zu Heilig Abend läuft, die Weihnachtsmärkte sind in vollem Gange. Zu „Noch auf einen Glühwein?“ sagt man doch nicht Nein. Also Stiefel an, Mütze auf, Jacke zu und ab an die Tassen!

Was für uns alle einfach Teil einer langjährigen und irgendwie heimeligen Tradition ist, wird kaum hinterfragt. Es ist doch auch einfach schön, sich von innen zu wärmen. Es ist gesellig, es riecht gut und geschmacklich ist auch für jeden was dabei. Allerdings sollten wir gerade in der Weihnachtszeit vorsichtig sein, es nicht zu übertreiben – für unseren Schlaf und unsere Gesundheit.

Was spricht eigentlich dagegen?

Im Grunde ist Glühwein einfach nur ein alkoholisches Getränk wie jedes andere. Vielmehr geht es hier und heute darum, wie schnell man in der Weihnachtszeit dazu verleitet wird, öfter mal zum warmen Punsch zu greifen. Die Menge an Alkohol macht den Unterschied. Welche Folgen genau diese hat und was Du beachten kannst, erklärt Dir BED&ME.

Die Folgen von Alkohol auf Deinen Schlaf

Wer kennt es nicht? Mit einem Bier nach Feierabend, einem Wein zum Abendessen oder der Tasse Punsch auf dem Weihnachtsmarkt wird man irgendwie schläfrig. Der Weg ins Bett soll dann besonders schnell gehen und man hat das Gefühl, das Einschlafen klappt wie im Nu. Tatsächlich haben alkoholische Getränke in der ersten Hälfte der Nacht einen stabilisierenden Effekt. Müdigkeit wir hervorgerufen und man nickt auch auf lauten, wilden Parties gerne mal auf dem Sessel oder Sofa ein.

Insgesamt kommt es dazu, dass die Tiefschlafphase intensiver wird. Wechseln dann jedoch die Schlafphasen und befindet man sich irgendwann in der zweiten Nachthälfte, wendet sich das Blatt. In der Traumphase findet nicht nur das Träumen, sondern vermehrt auch das Schlafwandeln statt. Diese Phase, die sich auch REM-Phase nennt (REM = Rapid Eye Movement), führt – wenn sie gestört ist – bei betroffenen Personen zu Konzentrationsschwierigkeiten und dem Gefühl von Abgekämpftheit am nächsten Tag.

Dies liegt unter anderem daran, dass Alkohol in der Traumschlafphase für häufigere Wachphasen sorgt. Hier spielen toxische Abbauprodukte des Alkohols eine große Rolle. Sie wirken aktivierend und verhindern das entspannte Durchschlafen. In diesem Zuge wird die Schlafdauer insgesamt verkürzt. Am nächsten Morgen ist es deshalb keine Überraschung, wenn man das Gefühl hatte, einen Marathon im Bett gerannt zu sein und komplett gerädert ist. Zusätzlich zu einem eventuell eh eintretenden Kater ist das natürlich weniger spaßig.

Wer trinkt, der schlafwandelt eher

Abgesehen davon steigt die Wahrscheinlichkeit, nachts unbewusst durch die Gegend zu wandern oder im Schlaf wild um sich zu schlagen. Wer sowieso anfällig für das Schlafwandeln jeglicher Art ist – denn es gibt eine Menge Intensitätsgrade von Reden im Schlaf bis das Haus verlassen – der wird höchstwahrscheinlich unter Einfluss von Alkohol diese Gewohnheit aktivieren. Wie genau sich dann verhalten wird, kannst Du gerne in unserem zugehörigen Magazinbeitrag über das Schlafwandeln lesen. Dort findest Du außerdem die Hintergründe und auch ein paar Vorkehrungsmaßnahmen.

Mann und Frau schlafen unterschiedlich schlecht

Auch wenn man richtigerweise an vielen Stellen versucht, Frauen und Männer gesellschaftlich anzugleichen und sie gleichberechtigt zu behandeln, mischt sich an dieser Stelle die Natur mit ein. Der weibliche Körper ist schlichtweg anders aufgebaut als der des Mannes. Frauen verfügen über einen geringeren Anteil an Körperflüssigkeit. Das führt dazu, dass sich dieselbe getrunkene Menge Alkohol bei Mann und Frau auf eine unterschiedliche Menge Körperflüssigkeit verteilt. Insgesamt ist am Ende der Blutalkoholspiegel der Frau nach beispielsweise einer Flasche Wein deutlich höher als der eines Mannes. Also Hut ab vor den Frauen, die ihre Kollegen, Brüder, Freunde, Väter und Ehemänner dennoch unter den Tisch trinken! Da haben wir dann ein besonders robustes Exemplar!

Es ist Vorsicht geboten!

Im Grunde sind uns allen solche Nächte doch schon einmal widerfahren – ob sie nun tatsächlich durch das Trinken von Alkohol auftreten, oder doch durch etwas anderes. Wir sind uns einig, dass solche Nächte kaum erholsam sind und man sich am nächsten Tag doch wünscht, sich etwas anders verhalten zu haben. Aber wie das mit den Vorsätzen so ist, wenn es um Genussmittel oder spaßige Dinge geht, haben wir es immer wieder schwer, uns vorschriftsmäßig daran zu halten. Nicht schlimm, wenn sich alles in Grenzen hält. Wie in so vielen anderen Lebensbereichen auch, greift hier der Satz „Die Menge macht’s“. Dennoch möchten wir Dir hier noch ein paar Dinge mit auf den Weg geben:

  • Lass‘ die Finger von Alkohol, wenn Du Schlafmittel nimmst! Die Wechselwirkung beider Substanzen vervielfacht die betäubende Wirkung auf ganz gefährliche Weise. Hier hat man leider kaum unter Kontrolle, wie sich der Alkohol auf einen auswirkt. Beispielsweise kann es zu einem Kreislaufkollaps kommen, da der Blutdruck in Kombination beider Mittel sich zu stark absenkt.
  • Halte Dich möglichst an die Zeiten: Wenn Du etwa vier bis sechs Stunden vor dem Schlafengehen keinen Alkohol mehr trinkst, dann kann Dein Körper im Wachzustand bereits den Blutalkoholspiegel normalisieren. So leidet Dein Schlaf nicht darunter und Du fühlst Dich am nächsten Morgen wesentlich fitter. Das ist allerdings bei wilden Parties eher schwierig zu gewährleisten, seien wir realistisch.
  • Kenn‘ Dein Limit! Für einen „risikofreien“ Alkoholkonsum solltest Du nicht mehr als ein Glas Alkohol am Tag zu Dir nehmen. Komplett gesund ist dieser Lebensstil natürlich trotzdem nicht. Vermeide einfach alkoholische Getränke, wenn es geht. Mittlerweile gibt es ja auch eine ganze Menge leckerer Alternativen ohne Schuss.

 

Wir sehen also, dass unser Schlaf von einer Menge quasi alltäglichen Dingen beeinflusst wird, über die wir häufig gar nicht erst nachdenken – eben weil sie so normal sind. Es lassen sich jedoch viele Phänomene unruhigen Schlafes mit Gewohnheiten erklären, die wir mittlerweile für selbstverständlich ansehen. Wir hoffen, Dir mit diesem Beitrag ein wenig die Augen geöffnet zu haben, damit Du Deinen Körper besser verstehst und Du in Zukunft weißt, welches Glas das letzte Glas war, um Deinen Schlaf nicht noch mehr zu strapazieren.

Trotz aller Ernsthaftigkeit, genieße bitte die noch vor Dir stehende Weihnachtszeit und träum‘ schön!

Dein BED&ME-Team

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Pia Laukart

Pia Laukart

Junior Content Manager

Hallo alle miteinander, mein Name ist Pia. Ich bin das Gesicht hinter diesem Magazinbeitrag – und hinter vielen anderen. Begeistern kann man mich mit ganz simplen Dingen: Mit einer ordentlichen Mütze Mittagsschlaf, ein paar Sonnenstrahlen auf der Nasenspitze und einer Kuscheleinheit von meiner Fellnase Paul – dem besten Kater der Welt.

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