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Allergiker Bettwäsche – Was kann sie und wer zahlt?

Frau in Bett niest

Die Nase juckt, die Augen brennen und nicht selten sind ebenfalls Rachen und Ohren betroffen. Man möchte am liebsten nur kratzen, kratzen, kratzen. Oder, dass es aufhört.

Ungefähr jeder Vierte in Deutschland leidet unter einer Hausstauballergie. Glücklicherweise gibt es ein paar Hilfsmittelchen, die das gesamte Unterfangen erleichtern. Denn so belastend das auch ist, eine Hausstauballergie wird man in der Regel sein Leben lang nicht mehr los.

Was passiert eigentlich bei einer Hausstauballergie?

Wenn Du betroffen bist, wirst Du es bereits gemerkt haben: Im Gegensatz zu speziellen Pollen-Allergien schert sich der Hausstaub nicht um Jahreszeiten. Er fliegt das ganze Jahr über durch die Luft, hängt in Teppichen, Vorhängen und dem Bett. Tatsächlich ist es aber gar nicht der Staub selbst, den ein Allergiker nicht verträgt, sondern die winzig kleinen Ausscheidungen von Hausstaubmilben.

Üblich ist es, dass die Beschwerden morgens sowie abends am intensivsten auftreten – das heißt beim Zubettgehen und beim Aufstehen aus dem Bett. Dies äußert sich üblicherweise in laufenden und juckenden Nasen, juckenden Augen, Ohren und Rachenbereichen und in extremeren Fällen auch in Müdigkeit und Schlappheit.

Das kannst Du tun

In erster Linie gilt: Milben reduzieren und Dich von ihnen fernhalten. Wie Du das anstellen kannst, haben wir Dir in den folgenden Punkten einmal zusammengefasst.

Putzlappen herausholen

Milben vollständig entfernen ist leider unmöglich. Du kannst sie jedoch in ihrer Zahl minimieren, indem Du häufiger Dein Zuhause putzt.

Ausmisten

Ist der uralte Teppich vom Flohmarkt wirklich notwendig? Vor allem im Schlafzimmer solltest Du darauf achten, keine unnötigen Stoffe wie Decken, Kissen oder Teppiche zu horten. Sie sind allesamt Zuhause für unsere kleinen Milbenmonster.

Fenster auf

Entfeuchte Deine vier Wände und lasse frische Luft herein. Milben haben es gerne warm und feucht. Steuere dem entgegen und mach’s ihnen schön ungemütlich, indem Du etwa drei- bis viermal am Tag Deine Wohnung oder Dein Haus lüftest.

Schutzschild aufziehen

Dort, wo Du den Milben am hilflosesten ausgesetzt bist, kannst Du auch etwas gegen sie unternehmen. Allergikerbettwäsche ist Dein neuer bester Freund. 

Was kann Allergikerbettwäsche eigentlich?

Tatsächlich ist der Begriff der Allergikerbettwäsche – wenn auch sehr verbreitet – eigentlich irreführend. Eine solche Bettwäsche ersetzt Deinen eigentlichen Bettbezug nämlich gar nicht. Stattdessen handelt es sich um eine Art Überzug für Deine Bettwaren, ergo Bettdecke und Kopfkissen. Es gibt für Allergiker auch  einen Matratzenschonbezug. Darüber solltest Du auch weiterhin Deine reguläre Bettwäsche und ein Bettlaken ziehen.

Funktionieren tut so eine Allergikerbettwäsche, indem sie die Milben so gut wie möglich davon abhält, in direkten Hautkontakt mit Dir zu treten. Denn so kann eine allergische Reaktion verhindert werden, die möglicherweise auch noch Deinen Schlaf stört – und wir wissen alle wie es ist, durch Krankheit oder sonstige äußere Umstände schlecht zu schlafen… das wünschen wir niemandem. Gesunder Schlaf ist nicht nur für die Nacht selber, sondern für Dein ganzes Leben essentiell. Um dies zu gewährleisten, sind die Stoffe für Encasings, wie man die einzelnen Bezüge für Allergiker auch nennt, so fein gewebt, dass kleinste Partikel sowie die Ausscheidungen von Milben nicht mehr hindurch kommen. Super simpel und super praktisch.

Wo bekommst Du Allergikerbettwäsche her?

Spezielle Überzüge für Allergiker bekommst Du bei vielen Bettenfachhandeln. Tatsächlich ist aber nicht unbedingt gegeben, dass Du Dich um die Besorgung der Bettwäsche kümmern musst. Einige Krankenkassen haben Verträge mit bestimmten Lieferanten oder bevorzugen bestimmte Lieferanten, die gewisse Kriterien erfüllen, und übernehmen dann neben den Kosten direkt auch den Bestellvorgang.

Darauf solltest Du beim Kauf von Allergikerbettwäsche achten

Wie bei so vielen Dingen im Leben, ist Bettwäsche nicht gleich Bettwäsche. Qualitative Unterschiede machen sich besonders bei so einem heiklen Thema wie der eigenen Gesundheit bemerkbar. Deshalb: Informiere Dich vor dem Kauf von Encasings genau über das Produkt, sollte Deine Krankenkasse diesen Part nicht für Dich übernehmen. Vielleicht kann Dir Dein Hautarzt, Allergologe oder Hausarzt ja auch einen bestimmten Bezug empfehlen?

Solltest Du alleine auf die Suche nach dem richtigen Produkt gehen, empfehlen wir Dir hiermit ein paar Dinge, auf die Du achten solltest.

Der Stoff

Die viele Zeit, die Du in Deinem Bett verbringst, sollte es sich auch angenehm anfühlen. Somit ist aber nicht nur wichtig, dass sich der Stoff gut anfühlt und unter dem zweiten Bezug – Deiner eigentlichen Bettwäsche – nicht raschelt oder knistert. Sondern auch, dass Du nicht unnötig schwitzt. Ähnlich wie bei Sommerbettwäsche, die Du in besonders heißen Nächten sicher zu schätzen lernst, machen hier Stoff und Webart auch eine Menge aus. Zu empfehlen sind im Allgemeinen Seide, Mikrofaser, Wolle und Baumwolle.

Die Größe

So banal das auch klingen mag, vor allem bei der Höhe der Matratze vertun sich einige immer wieder. Um also Ärger und Zeitverzug zu vermeiden, weil Du das Produkt noch einmal umtauschen musst, schau lieber einmal genauer hin, welche Höhe der Bezug haben muss. Übrigens: Ein weit verbreiteter Fehler in Deutschland ist die Verwechslung von 135×200 cm mit 140×200 cm Bettwäsche. Auch hier lieber einmal mehr nachsehen!

Der Reißverschluss

Hier gibt es nicht viel zu sagen. Um ganz sicher zu gehen, dass Du auch wirklich nicht in Kontakt mit den Milben gerätst, raten wir Dir zu einem komplett verschließbaren Bezug.

Ist die Allergikerbettwäsche hypoallergen?

Vor allem für besonders stark empfindliche Kandidaten sollte beachtet werden, dass die Encasings hypoallergen sind – und damit schadstoffgeprüft. Eine weitere Absicherung ist außerdem, dass das Produkt durch ein unabhängiges Testinstitut getestet wurde.

Was übernimmt die Krankenkasse?

Eine pauschale Antwort auf diese Frage ist ein wenig schwierig. Generell handelt es sich bei Allergien – vor allem im Bereich Pollen oder Hausstaub – beinahe um eine „Volkskrankheit“, um es sehr umgangssprachlich zu formulieren. Dementsprechend ist in der Regel bei den Krankenkassen ein gewisser Spielraum vorhanden, den sie für Deine Allergikerbettwäsche nutzen können.

Bei den genauen Leistungen unterscheiden sich die unterschiedlichen Krankenkassen allerdings. Die Grundausstattung – das heißt hier: der Matratzenüberzug – wird eigentlich von allen Krankenkassen übernommen. Weitere Ausführungen der Encasings oder sogar die Bezüge für Bettdecke und Kopfkissen müssen bei einigen Kassen selbst getragen werden. Damit Du hier keine böse Überraschung erleidest, informiere Dich bei Deiner Kasse stets, bevor Du den Kauf antrittst.

Am wichtigsten ist aber: Dein Arzt muss Dich bezüglich der Hausstauballergie untersucht und diese diagnostiziert sowie Dir ein Rezept für Encasings ausgestellt haben. Ohne Rezept bekommst Du leider keine finanzielle Unterstützung von der Krankenkasse, kannst Dir aber selbstverständlich auch selbst Allergikerbettwäsche anschaffen – falls Du nicht allergisch, aber die Milben trotzdem satt bist.

 

Mit diesen Informationen bist Du sicher direkt etwas fitter, wenn es um Deinen Wissensschatz bezüglich Allergien geht. Wir drücken Dir die Daumen, dass Du Deine (nächtlichen) Niesattacken unter Kontrolle und genügend ruhigen Schlaf bekommst. Mach’s gut und bleibe gesund!

Dein BED&ME-Team

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Pia Laukart

Pia Laukart

Junior Content Manager

Hallo alle miteinander, mein Name ist Pia. Ich bin das Gesicht hinter diesem Magazinbeitrag – und hinter vielen anderen. Begeistern kann man mich mit ganz simplen Dingen: Mit einer ordentlichen Mütze Mittagsschlaf, ein paar Sonnenstrahlen auf der Nasenspitze und einer Kuscheleinheit von meiner Fellnase Paul – dem besten Kater der Welt.

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