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Einschlafen trotz Aufregung

Mann hält Hände vor Gesicht

Mit ziemlich großer Sicherheit behaupte ich jetzt einmal Folgendes: Jeder von uns hat sich schon das eine oder andere Mal abends im Bett von der linken auf die rechte Seite gedreht und dabei einfach nicht einschlafen können – das Herz rast zu stark, denn Dein Kopf arbeitet zu sehr. Du bist unruhig, nervös, aufgeregt. Aber definitiv nicht bereit, um selig in den Schlaf zu gleiten.

Eigentlich alles kein Problem

Dass wir ab und zu mal Phasen haben, in denen wir das Gefühl haben, wir könnten nicht schlafen, ist ziemlich normal – so wie viele Unregelmäßigkeiten in unserem Leben normal sind. Immerhin verändern wir und unsere Umwelt uns ständig. Demnach reagiert auch unser Körper auf solche Umstellungen. In einem bestimmten Rahmen ist dies gar nicht schlimm. Du wirst merken, dass es Dir gut tut, wenn Du Dir nicht direkt den Kopf zerbrichst über solche Dinge. Mit Gewöhnung und eventuell einem relaxenden Schlafritual ist Dir in den meisten Fällen schnell geholfen.

Doch wollen wir nicht unrealistisch sein: Natürlich gibt es auch wesentlich beschwerlichere Fälle von Einschlafstörungen, die durch Nervosität herrühren. Achte einfach ein wenig auf die Dauer dieser Phasen. Länger als vier Wochen sollte eine Schlechtschlafphase nicht gehen, ohne dass ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht wird. Es kann in der Tat sein, dass eine andere gesundheitliche Einschränkung – sowohl psychisch als auch physisch – der Grund dafür sein kann. Zuerst einmal gehen wir aber von den weniger schwerwiegenden Fällen aus, gegen die Du Dich auch ganz leicht selbst „therapieren“ kannst.

Schuldenbock Stress

Wie bei so vielen Beschwerden, liegt die Hauptursache für nicht nachlassende Anspannung oder Nervosität im Stress. Dieser kann vielfältig aussehen: Termindruck, das Vereinbaren von Haus, Arbeit und Familie oder dauerhafter Perfektionismus können ebenso belastend wirken wie einmalige Stresssituationen – so etwa die Sorge um die eigene Mutter, die gerade eine Knie-OP hinter sich bringt.

An sich ist Stress nichts Schlimmes. Er sorgt dafür, dass wir Adrenalin ausschütten und in bestimmten Situationen angetrieben werden, konzentriert sind und besser funktionieren. Problematisch wird es allerdings dann, wenn Du nicht mehr von diesem Stresslevel herunterkommst oder es Dich immer dann einholt, wenn Du eigentlich entspannen möchtest und müsstest.

Gegrübelt wird tagsüber

Neben allgemeinem Stress gibt es natürlich auch andere Ursachen für Deine abendliche Nervosität. Nachdenkliche Menschen werden es kennen: Man kuschelt sich unter die Bettdecke, schaltet das Licht aus, schließt die Augen und schon sind sie da… all diejenigen Gedanken, mit denen Du eigentlich tagsüber abschließen wolltest.

Eine große Gefahr birgt hier die Abwärtsspirale, die sich entwickelt, wenn aus dem Grübeln über Gott und die Welt ein Grübeln über Deinen schlechten Schlaf wird. Im Grunde nach dem Motto des Placeboeffektes, tritt etwas ein, weil Du denkst, dass es so kommen wird – nur eben auf die negative Art und Weise.

Damit Du Dich in diesen Gedanken nicht komplett verhedderst, ist es maßgeblich, dass Du Dir von Beginn an versuchst, klar zu werden, dass ein paar schlaflose Nächte kein Weltuntergang sind und Du nicht weiter darüber nachdenken solltest. Fällt Dir das schwer, dann besorge Dir so schnell wie möglich Hilfe. Für den Anfang kann aber schon helfen, dass Du Deine Gedanken nicht im Bett zermürbst, um den Schlaf nicht mit solch anstrengenden Dingen zu assoziieren. Stehe lieber noch einmal auf und setze Dich an den Tisch, um dort Deine Gedanken nieder zu schreiben. Oder wie wäre es mit einem Buch vor dem Schlafengehen, das Dich auf ganz andere Gedanken bringt?

Nervosität loswerden

Es mag so leicht dahergesagt sein. Doch das Offensichtlichste ist hier häufig auch der kürzeste und leichteste Weg. Vor allem, wenn Du eher phasenweise oder vereinzelt an Einschlafstörungen leidest, deren Ursprung in Nervosität oder Sorgen liegt, solltest Du versuchen, das Problem an der Wurzel zu packen und loszuwerden.

Aufstehen und bewegen

Was hier immer funktioniert ist Bewegung. Es ist genauso effektiv wie es einfach klingt. Wenn Du nervös bist, erzeugt Dein Körper überschüssige Energie. Diese kannst Du alleine schon durch ein wenig Laufen durch die Nachbarschaft oder eine kurze Runde auf dem Hometrainer oder Fahrrad loswerden. Wir empfehlen hier aber besonders gerne eine kurze Tanzeinlage für diejenigen, die Spaß daran finden. Das ist erstens super praktisch, weil Du dafür Deine eigenen vier Wände nicht verlassen musst und erlaubt Dir zweitens auch noch eine zusätzliche Verbesserung Deiner Stimmung durch die für Dich passende Musik.

Einmal tief einatmen:

Eine weitere Möglichkeit, Dich wieder zu beruhigen, sind Atem- und Entspannungsübungen. In einem separaten Magazinbeitrag über Einschlafübungen erklären wir Dir mehrere Übungen, die Du ganz leicht alleine erlenen und durchführen kannst, um Deinen Puls wieder etwas herunterzufahren und Dich für’s Schlafengehen entspannen zu können. Hast Du keine Lust, bestimmte Atemübungen zu lernen? Auch kein Problem. Das reine Hinlegen, Augenschließen und langsame sowie bewusste Ein- und Ausatmen kann auch schon Wunder bewirken. Also: Tief durchatmen!

Pflanzen sind Deine besten Freunde:

Dieser Punkt wird Dir sicher nicht unbekannt sein, wenn Du das allseits beliebte warme Wasser mit Geschmack sonst auch gerne trinkst. Jedoch können Tees – sofern Du den richtigen wählst – besonders abends immens zur Entspannung beitragen… und sind dabei vollkommen pflanzlich. Von richtigen Medikamenten solltest Du nämlich absehen, solange Du nicht mit Deinem Arzt oder Deiner Ärztin gesprochen hast. Brühe Dir lieber einen Relax- und Abendtee auf oder greife zu Baldrian, um Deine Nerven etwas zu beruhigen. Auch Hopfen, Melisse Passionsblume, Johanniskraut oder Lavendel sind gute Möglichkeiten, Dich auf pflanzliche Weise zu relaxen. Das Produktangebot geht hier von Ölen bis hin zu Tabletten. Probiere es aus und schau, was für Dich am besten passt.

 

Wir hoffen inständig, dass Du ein paar hilfreiche Infos mit in Deinen Alltag integrieren kannst, wenn Dir Deine Gedanken abends das nächste Mal einfach keinen Schlaf gönnen möchten. Wie immer gilt aber: Sollte die Nervosität zu einem dauerhaften Problem werden, wende Dich bitte an Deinen Arzt des Vertrauens. Er kann sich auf Deine individuelle Situation besser einlassen und wird Dir persönlich weiterhelfen. Schließlich wollen wir alle nur eins: So richtig gut schlafen können! Eine Faustregel dafür ist: Wenn Du länger als einen Monat mehr als dreimal die Woche schlecht bis gar nicht schlafen kannst, suche einen Profi auf. Auch Schlaflabore können in dem Zusammenhang sehr hilfreich sein. Freu‘ Dich auf einen baldigen Magazinbeitrag zu diesem Thema 🙂

 

In diesem Sinne: Mach’s gut und genieße Deine ruhigen Nächte!

Dein BED&ME-Team

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Pia Laukart

Pia Laukart

Junior Content Manager

Hallo alle miteinander, mein Name ist Pia. Ich bin das Gesicht hinter diesem Magazinbeitrag – und hinter vielen anderen. Begeistern kann man mich mit ganz simplen Dingen: Mit einer ordentlichen Mütze Mittagsschlaf, ein paar Sonnenstrahlen auf der Nasenspitze und einer Kuscheleinheit von meiner Fellnase Paul – dem besten Kater der Welt.

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