besser schlafen, Gesunder Schlaf
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Schlaf‘ Dich gesund – Deshalb ist guter Schlaf wichtig für Deinen Körper

Frau putzt Nase im Bett

 – -quasi „Am besten ist jetzt strengste Bettruhe.“ Hört sich für manch einen eventuell nur an wie eine Floskel, die der Arzt sagt, weil es eben jeder andere Arzt auch tut – oder wie eines von Ommas „Hausmittelchen“ gegen Schnuppen und alle anderen Wehwehchen. Tatsächlich handelt es sich hierbei aber nicht um ein Wunschkonstrukt. Hinter dem Sprichwort „Schlaf Dich gesund“ steckt eine ganze Menge mehr. BED&ME klärt auf.

Alles andere als passiv

Wir alle mögen Schlaf. Es ist einfach schön, einmal abschalten zu können und nichts tun zu müssen. Doch gibt das der Durchschnittsmensch heutzutage ungerne zu. Schlafen ist aus gesellschaftlich wirtschaftlicher Sicht mit Ineffizienz verlinkt. Wenn wir die Augen zu haben, können wir nicht vorankommen – kein Wunder also, dass die Deutschen Stand 2019 mit nicht einmal sieben Stunden pro Nacht mehr als zwei Stunden weniger schlafen, als sie es noch vor hundert Jahren taten. Ein löblicher Gedanke, dass man gerne produktiv sein möchte. Doch ein völlig falscher Lösungsansatz.

Im Gegensatz zur allgemein herrschenden Ansicht, dass Schlaf ein passiver Zustand ist, in dem wir nichts schaffen, heißt es von Seiten der Schlafforscher und Mediziner genau anders herum: Während wir schlafen, finden unzählige Vorgänge statt. Unser Körper ist im Schlaf sogar aktiver als im Wachzustand. Kaum zu glauben, stimmt aber.

Im Schlaf wird aufgeräumt

Sobald wir in den Tiefschlaf geraten, räumt der Körper auf. Man kann es sich vorstellen wie eine Party: Tagsüber werden die Gäste bespaßt. Es sammelt sich Müll an und wird unordentlich. Nachts ist die Party vorbei und unser Körper macht einmal richtig Klarschiff.

Genauer gesagt werden Informationen verarbeitet und abgespeichert – man lernt also im Schlaf – und das Immunsystem macht sich stark. Abwehrkräfte werden mobilisiert, sodass der Körper im Optimalfall – also bei ausreichend gutem Schlaf – Viren und Bakterien besser bekämpfen kann. Unser Körper arbeitet nachts außerdem an der Festigkeit seiner Knochen. Dies ist auch ein Grund, weshalb Babys im Vergleich zu Jugendlichen und Erwachsenen wesentlich mehr Schlaf benötigen.

Qualität vor Quantität

Im Grunde werden Leistungsfähigkeit und Wundheilung mit jeder Minute erholsamem Tiefschlaf erhöht, ebenso wie die Reparatur einiger Zellen. Man kann sich also nicht nur tatsächlich gesund schlafen, sondern auch schön, wie Du in unserem Magazinbeitrag über Schönheitsschlaf genauer nachlesen kannst. Aus diesem Grund ist es so wichtig, dass wir nicht nur unsere Stunden voll kriegen, sondern auch großen Wert auf die Qualität unseres Schlafes legen. Ohne den regenerierenden Tiefschlaf bringen uns auch zehn Stunden Nachtruhe recht wenig. Dann haben wir vielleicht ein wenig Energie getankt, sind aber nicht annähernd so fit und gesund wie wir es mit einer ordentlichen Mütze Tiefschlaf gewesen wären.

Diese Folgen zieht akuter Schlafmangel mit sich

Bereits ein Schlafmangel von drei Stunden weniger als üblich beeinträchtigt das Immunsystem merkbar negativ. Zu den unmittelbaren Folgen gehören einerseits generelle Schlappheit oder gar Probleme, überhaupt aufzustehen. Andererseits leidet unsere Konzentration maßgeblich, wenn wir schlecht schlafen. Wir sind dann ungeschickter, wir machen eher Fehler oder entscheiden uns falsch und weisen insgesamt eine längere Reaktionszeit auf.

Zusammengefasst kann man sagen: Je weniger erholsamer (Tief-)Schlaf, desto höher das Krankheitsrisiko. Auffällig sind vor allem das erhöhte Risiko für Schlaganfälle oder Herzinfarkte. Im Grunde kann man die Auswirkungen von zu wenig Schlaf mit denen von exzessivem Rauchen oder einer Diabeteserkrankung vergleichen. Zusätzlich steigt die Wahrscheinlichkeit, Depressionen zu bekommen.

Daher rührt die Krankheit durch Schlaf

Natürlich kann man zu einem Großteil selbst eingreifen, um es nicht so weit kommen zu lassen. Dafür bedarf es in unserer heutigen Welt allerdings mehr Willenskraft und Disziplin als zu weniger digitalisierten und schnelllebigen Zeiten. Unabhängig davon spielen aber auch einige andere Faktoren eine negativ beeinflussende Rolle, wenn es um die Schlafqualität und –Quantität geht.

Diese Ursachen mögen offensichtlich erscheinen, sind aber grundweg einfach logisch: In einem Land mit 40% der Erwerbstätigen in Schichtarbeit ist es keine Überraschung, dass der Großteil der Deutschen nicht richtig schläft – und dementsprechend eher erkrankt. Ebenfalls zu erwarten, aber nicht zu unterschätzen: Stressfaktoren. Etwa das Handhaben von Arbeitsleben und Kindererziehung minimiert in den meisten Haushalten erholsame Nachtstunden. Aber auch Großstadtlärm oder genereller Zeitdruck sollen hier nicht ungenannt bleiben.

 

Wir sehen also, dass im Schlaf eine ganze Menge Prozesse von Statten gehen, die wir brauchen, um gesund und munter unseren Alltag zu bestreiten. Vor allem in Zeiten von Grippe, Erkältungen und Fieber ist es deshalb ratsam, die Notbremse zu ziehen und die Augen zu schließen. Dass das nicht immer möglich ist, wissen auch wir. Allerdings würde bereits eine Einstellungsänderung gegenüber dem Prinzip des Langeschlafens viele dieser schwierigen Situationen vorbeugen.

Befreie Dich von dem fälschlichen Gedanken, dass es eine Schande ist, länger im Bett zu liegen als Dein Kollege, Deine Schwägerin oder das Nachbarspaar. Auf kurze wie auf lange Sicht tust Du damit Deinem Körper nur Gutes –  und er belohnt Dich im Gegenzug damit, weniger anfällig zu sein für Grippeviren und sonstige Erkrankungen. Investiere in Dich selbst und Deine Gesundheit und versuche, früher ins Bett zu gehen und/oder länger liegen zu bleiben.

Und wenn es dann doch zu spät ist und Dich Halsschmerzen und Schnupfen erfasst haben, dann bleib erst recht im Bett. Oma hatte immer Recht. Nach einem Tag im Bett geht es einem doch immer gleich ein ganzes Stück besser. Wie schön, wenn die Lösung mal so einfach ist, nicht wahr?

Dein BED&ME-Team

Hallo alle miteinander, mein Name ist Pia. Ich bin Autorin dieses Schlafmagazins und unterstütze BED&ME neben meinem Medienwirtschaftsstudium außerdem als Social Media Managerin. Begeistern kann man mich mit ganz simplen Dingen: Mit einer ordentlichen Mütze Mittagsschlaf, ein paar Sonnenstrahlen auf der Nasenspitze und einer Kuscheleinheit von meiner Fellnase Paul – dem besten Kater der Welt, der mir beim Schreiben dieser Artikel immer ganz gespannt Gesellschaft leistet.

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